Körperliche und mentale Fitness

Oft sehen mich meine Mitmenschen etwas kritisch an, wenn ich ihnen erzähle, dass ich seit Jahren Football spiele. Dies liegt daran, dass ich eben nicht den Vorstellungen entspreche, die viele von einem Footballspieler haben. Zwar bin ich als Quaderback aktiv, aber dies wissen die meisten Menschen nicht, die mir zum ersten Mal begegnen. So komme ich häufig mit Leuten unerwartet ins Gespräch und erkläre gerne, wie sich das Footballtraining auf meine Fitness auswirkt und dass ich dem Sport auch meine Führungsqualitäten zu verdanken habe.

Gesunder Lebensstil dank Training

Natürlich trinke ich auch mal gerne ein Bier oder Esse hin und wieder zu viel an einem Grillabend mit Freunden. Doch grundsätzlich merke ich deutlich, dass meine Fitness über der von Gleichaltrigen liegt. Dies liegt natürlich daran, dass ich seit Jahren zwei Mal die Woche im Verein trainiere und zusätzlich an den anderen Tagen zum Laufen gehe oder mit dem Fahrrad unterwegs bin. Ärgerlich ist es manchmal, dass ich kaum einen Tag ohne körperliche Betätigung verleben kann, da mein Körper die Bewegung einfach braucht und ich mich ohne unwohl fühle. So schleppe ich mich auch nach einer langen Nacht aus dem Bett und gehe am Morgen erst eine Runde laufen, bevor ich mir ein Frühstück gönne. Bei der Ernährung gönne ich mir durchaus auch nicht ganz so gesunde Dinge, aber dies gleicht sich bei mir fast automatisch aus. Was ich deutlich merke, ich brauche zum Beispiel keinen Alkohol um feiern zu können und habe die Stärke auch „Nein“ zu sagen, wenn meine Freunde und Kollegen es wieder einmal gut mit mir meinen. Nach Möglichkeit Power ich mich regelmäßig aus und dies sorgt für körperliche Fitness und dafür, dass meine kleinen Sünden sich nicht wirklich auf meinen Körper auswirken.

Mentale Stärke für mich unverzichtbar

Häufig werde ich belächelt, wenn es darum geht, dass ich der Meinung bin, dass Jugendliche sich auf der mentalen Ebene weiter entwickeln müssen, um die Schullaufbahn erfolgreich zu absolvieren und auch erfolgreich ins Berufsleben zu starten. Mir persönlich hat es weiter geholfen, durch das Footballtraining meine Position im Team und auch im Leben zu finden. Heute profitiere ich zum Beispiel beruflich von meinen Führungsqualitäten, die ich allerdings erst durch den Sport und meiner Position in der Mannschaft richtig entwickeln konnte. Entsprechend ist Sport durchaus mehr als nur ein bisschen etwas für die körperliche Fitness zu tun, denn gerade die Verantwortung, die man in einer Mannschaft auch für andere Teammitglieder trägt, ist wichtig und prägend. Ich habe meine Kommunikationsfähigkeit durch den Sport verbessert und tue es auch heute noch. Doch der größte Gewinn für mich ist es, dass ich durch den Sport gelernt habe mit Niederlagen umzugehen und mich dadurch nicht entmutigen zu lassen, sondern viel mehr nach einer Niederlage verstärkt an meinen Zielen zu arbeiten. Stichwort: Resilienz.